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Ausbildung zukunftsfähig machen - mit Technologie-Leasing

Der schnelle technologische Fortschritt stellt die Ausbilder vor große Herausforderungen
und viele Unternehmen und Berufsschulen lehren noch an veralteten Werkzeugmaschinen.
Die Ausbildungswerkstatt beim Reifenhersteller Michelin geht im Bereich CNC-Technik
neue Wege und nutzt die Vorteile des Technologie-Leasings.

Bei Michelin ist CNC-Technik wichtiger Teil der firmeninternen Ausbildung

Alois Penzkofer, Anwenderberater (User Support) bei Siemens, Witali Reiswich, Ausbilder bei Michelin, und Martin Trepesch, Head of Technical Department bei Optimum, (v. l. n. r.) freuen sich über die gute Zusammenarbeit

Moderne Autoreifen sind Hightech-Produkte. In komplexen Produktionsverfahren hergestellt, sichern sie bei jeder Wetterlage Traktion und kurze Bremswege, zeigen sichextrem belastbar und helfen beim Treibstoffsparen. Mehr als 22.000 Reifen in Größen von 16 bis 18 Zoll verlassen täglich das Michelin-Werk im fränkischen Hallstadt bei Bamberg, das über 900 Mitarbeiter beschäftigt. Um den Bedarf an Fachpersonal zu decken, durchlaufen in der Lehrwerkstatt derzeit 45 junge Frauen und Männer ihre dreieinhalbjährige Ausbildung zu Indu-striemechanikern und Elektronikern. „Wir bilden für den eigenen Bedarf aus und übernehmen, wenn möglich, alle Auszubildenden. CNC-Technik hatte hier bisher einen geringen Stellenwert. Sie war lediglich ein Teil der Berufsschulausbildung, in unseren Lehrberufen jedoch nicht prüfungsrelevant. Wir wollten jedoch diesen Teil stärken, um unsere Auszubildenden besser auf die Zukunft vorzubereiten und um Michelin als Ausbildungsbetrieb langfristig wettbewerbsfähig zu halten“, erläutert Ausbilder Witali Reiswich.

Allerdings gibt es eine Hürde auf dem Weg zu diesem Ziel: das liebe Geld.

Spezielles Leasingkonzept für Lehrwerkstätten

In der Zentralwerkstatt von Hallstadt werden auf einer mit Sinumerik 840D sl ausgestatteten Werkzeugmaschine Präzisionsmesser gefertigt, die als Werkzeuge für die Reifenproduktion verwendet werden. Die Programme – sowohl für die Serien als auch für die vielen Prototypen – werden in einer Werkzeugkette mit SolidWorks und Sinumerik erarbeitet. An dieser Maschine erstellten die Auszubildenden gelegentlich kleinere Programme und Werkstücke wie beispielsweise Pokale. Der steigende Auslastungsgrad der Maschine ließ das aber nicht mehr zu. „Wir haben dann für die Lehrwerkstatt die Investition in eine 3-achsige Fräsmaschine geprüft. Dies ließ sich aus wirtschaftlichen Gründen zunächst jedoch nicht realisieren. Unsere größte Befürchtung war, dass die Technologie schnell altert. Denn an einer veralteten Maschine auszubilden, ist kontraproduktiv“, bringt es Witali Reiswich auf den Punkt. „Zu unserem Glück kamen wir dann mit dem Werkzeugmaschinenhersteller Optimum ins Gespräch. So konnten wir von dessen Konzept für Schulen und Lehrwerkstätten profitieren.“


Optimum arbeitet eng mit dem Verlag und Lehrmittelspezialisten der Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG aus Konstanz zusammen. Gemeinsam können sie Maschinen für Schulen und Ausbildung anbieten sowie mithilfe von Trainings dabei unterstützen, Ausbilder und Auszubildende über zertifizierte Abschlüsse im Bereich Sinumerik zu qualifizieren.

Immer auf dem neuesten Stand der Technik

Witali Reiswich, Ausbilder beim Reifenhersteller Michelin: » Wir wissen jetzt schon, dass wir in der Lehrwerkstatt immer über aktuelle Technologien, Maschinen, CNCs und Tools verfügen können.«

Die Kooperation von Werkzeugmaschinenhersteller Optimum und Siemens Financial Services brachte dann den Durchbruch für das Investitionsvorhaben der Michelin-Lehrwerkstatt. Mit Technologie-Leasing von Siemens Financial Services bot Optimum dem Reifenhersteller eine OPTImill F150 mit Sinumerik 828D an. Die Vorteile liegen dabei auf der Hand, denn statt einer einmalig hohen Investitionssumme
zahlt Michelin nun feste und kalkulierbare Leasingraten, die auch als laufende Kosten abgesetzt werden können. Der Leasingvertrag läuft über fünf Jahre, dann nimmt Optimum in Zusammenarbeit mit Siemens Financial Services die Gebrauchtmaschine zurück. Michelin erhält ein aktuelles Nachfolgemodell, also neueste Technologie und der Kreislauf der Leasingraten beginnt von vorn.

Ausbilder Witali Reiswich freut sich, besonders für seine Auszubildenden: „Wir wissen jetzt schon, dass wir in der Lehrwerkstatt immer über aktuelle Technologien, Maschinen, CNCs und Tools verfügen können. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für unsere Ausbildung.“ Darüber hinaus können die Auszubildenden nun mit Sinutrain am Computer im Lehrraum und abseits der Maschine Programme
erstellen und simulieren. Da die Maschinen dank Sinumerik Operate über die gleiche Bedienoberfläche verfügen und die Programme zu 100 Prozent kompatibel sind, können die Programme auch in der Lehrwerkstatt laufen. Das hat den Vorteil, dass die Ausbildungsmaschine bei Lastspitzen die Produktion der Präzisionsmesser unterstützen kann. „Die OPTImill F150 wurde im Oktober 2017 in der Lehrwerkstatt aufgestellt. Aktuell arbeiten wir an der Integration in den Ausbildungszeitplan und Werkstattbetrieb sowie an konkreten Trainingsinhalten. Unterstützt werden wir dabei durch die auf der Siemens-Website verfügbaren Unterlagen und die zusätzlichen Zertifizierungsmöglichkeiten über Trainings bei Optimum – zumal deren Standort ja in unmittelbarer Nähe ist“, erklärt Ausbilder Witali Reiswich.

26.04.2018 | Author: Armin Bärnklau