ISO international – Geltungsbereich der Norm ISO 50001
Allgemeines zur ISO 50001
Für Energiemanagementsysteme gibt es jetzt eine neue, internationale Norm. Am 15. Juni 2011 wurde die ISO 50001 veröffentlicht. Ziel der Norm ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung („energy performance“) einer Organisation bzw. eines Unternehmens, damit Kosten eingespart sowie Treibhausgasemissionen und andere Umweltbelastungen vermindert werden.
Die ISO international beschreibt die Anforderungen zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems. Inhalte der gleichlautenden DIN EN 16001 wurden in die ISO 50001 übernommen.
Umsetzung
Ein normkonformes Energiemanagementsystem nach der ISO international lässt sich sowohl unabhängig von bestehenden Managementsystemen implementieren als auch in bestehende Managementsysteme integrieren. Da sich die ISO 50001 in Aufbau und Struktur in die DIN EN ISO Normungsreihen ISO 9001 und insbesondere der ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme einreiht, ist letzteres ohne größeren Aufwand möglich. Die aktuell gültigen und relevanten Gesetze, Vorschriften und Verordnungen müssen dabei eingehalten werden.
Steuervorteile
Die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems nach ISO 50001 empfiehlt sich „energieintensiven Betrieben“ nach 2003/96/EG auch aus steuerlichen Gründen. In Deutschland sind ab 2013 Steuervergünstigungen bei der Energie- und Stromsteuer (Ökosteuer) in der Industrie verbindlich an die Durchführung eines Energiemanagementsystems gekoppelt. 2011/2012 kann als Übergangsphase für die Einführung genutzt werden. Siemens empfiehlt sich dabei als Lieferant hocheffizienter Produkte und ganzheitlicher Lösungen.