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Interpolationsdrehen mit CYCLE 959

Drehen auf einer Fräsmaschine

Die täglich gestellten Anforderungen an Werkzeugmaschinen steigen ständig, so sollen diese immer leistungsfähiger und vielseitig einsetzbar sein. Beispielsweise sind moderne Werkzeugmaschinen heute in der Lage Drehprozesse auf Fräsmaschinen ohne Rundachsen zu realisieren. Das verwendete Bearbeitungsverfahren ist das Interpolationsdrehen. Die Voraussetzung dafür ist, die Umschaltung der Hauptspindel der Fräsmaschine in den lagegeregelten Betrieb. So kann die Hauptspindel der Fräsmaschine als vollständige Drehachse verwendet werden.

Die Bearbeitung erfolgt mit dem in der Hauptspindel eingespannten Werkzeug, welches Kreisbewegungen in der X/Y Ebene ausführt. Das zu bearbeitende Halbzeug ist dabei auf dem Maschinentisch fixiert. Jede einzelne Kreisbewegung des Werkzeugs in der Spindel erfolgt um die eigene Achse. So wird das Werkzeug in der Spindel stetig zum Bauteil ausgerichtet, um die Schneide in eine optimale Schnittposition zu bringen. Die Qualität des entstandenen Werkstücks ist vergleichbar mit Bearbeitungsergebnissen von Werkstücken, die auf konventionellen Drehmaschinen hergestellt wurden. Somit können Werkstücke die in ihrer Herstellung sehr komplex sind, schnell und komplett auf einer Maschine bearbeitet werden.

Der zeitliche und technische Aufwand bleibt überschaubar, da zusätzliche Rüstzeiten reduziert werden oder sogar entfallen. Die Erstellung des notwendigen Teileprogramms erfolgt mittels Technologiezyklus CYCLE959. Dieser basiert auf Run MyScreen und unterstützt den Bediener durch animierte Bilder in der Teileprogrammerstellung für das Interpolationsdrehen.

Technologiezyklus CYCLE959

Ziel des Technologiezyklus (CYCLE959) ist es Drehprozesse auf Fräsmaschinen abzuarbeiten, die keine Rundachsen besitzen. Ecken an Außen- oder Innenkonturen können somit längs oder plan abgespant werden. Diese Applikation stellt ein Paket aus Technologiezyklus und Bedienoberfläche auf Basis von Run MyScreen dar. Durch das Einfügen der mitgelieferten Daten (Programme.zip) auf die CF-Card der betreffenden Maschine, ist der Bediener in der Lage während der Erstellung des Teileprogramms den Technologiezyklus (CYCLE959) zu nutzen.

Vorteile der Lösung

Durch das Drehen eines Werkstücks auf einer Fräsmaschine ergeben sich folgende Vorteile:

  • Reduzierung oder Entfallen der Rüstzeiten

  • Kosten- und Zeitersparnis

  • Steigerung der Produktivität und der Wirtschaftlichkeit

  • Komplettbearbeitung des Werkstücks auf einer Maschine


Anwendung des Zyklus

Durch die nachfolgende Tastenkombination wird das Interpolationsdrehen aufgerufen.

  1. Betätigen Sie den Softkey „Diverses".

  2. Betätigen Sie den Softkey „Erweiterung".

  3. Betätigen Sie den Softkey „Interpol.-drehen".
    Während der Erstellung eines Teilprogramms stehen die nachfolgenden Bearbeitungsarten zur Verfügung.


Schruppen

Beim Schruppen werden achsparallele Schnitte bis zum programmierten Schlichtaufmaß erzeugt. Falls kein Schlichtaufmaß programmiert wurde, wird beim Schruppen bis auf die Endkontur abgespant.

Schlichten

Das Schlichten erfolgt in derselben Richtung wie das Schruppen. Der Zyklus berechnet die Werkzeugradiuskorrektur beim Schlichten automatisch bei Drehwerkzeugen. Bei Fräswerkzeugen nur bei Kugelfräsern und Fräsern mit Eckenverrundung.

Weitere Informationen und Download

Weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung zur Projektierung finden Sie im Service- und Support-Portal auch als Download.