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Anwendung des WRITE-Befehls

Anwendung des WRITE-Befehls

Anwendung des WRITE-Befehls

Anwendungsmöglichkeit

Die zerspanende Fertigung mit CNC-Werkzeugmaschinen erfordert eine große Menge von Messdaten und Parametern zur Absicherung der Qualität und zum Nachweis der Fertigung gemäß den rechtlichen Grundlagen. Um den Verlust der Bearbeitungsparameter im Produktionsprozess vorzubeugen, kann mittels Hochsprachenelement „WRITE“ eine Archivierung der Bearbeitungsparameter, beispielsweise zur Absicherung der Produktion, vorgenommen werden. Die Archivierung findet durch das automatische Erstellen einer Protokolldatei in der NC der Maschine statt.


Funktion

Die Aufgabe des Hochsprachenelements "WRITE" ist es, Sätze oder Daten aus NC-Programmen in eine Protokolldatei zu schreiben. Dies findet beispielsweise zur Absicherung der Produktion oder zur Protokollierung von Messdaten Anwendung. Während des aktuell ablaufenden NC-Programms liest das „WRITE"- Hochsprachenelement die angegebenen Daten aus und schreibt sie automatisch in die benannte Protokolldatei in der NC der Maschine. Falls noch keine Protokolldatei besteht, wird diese im MPF-Format erzeugt. Eine bestehende Protokolldatei wird bei Programmablauf automatisch erweitert. Die angelegten Dateien sind frei zugänglich und können von allen Benutzern der Maschine gelesen, geändert und gelöscht werden.


Code Syntax

Der Aufbau des WRITE-Befehls verläuft nach folgendem Muster:

    DEF INT <Fehler>
    WRITE(<Fehler>,“<Dateiname>“,“<Satz/Daten>“)

WRITE-Befehl zum Anfügen eines Satzes bzw. von Daten an das Ende einer angegebenen Datei.

Befehl

Beschreibung

<Fehler>

Variable zur Rückgabe des Fehlerwerts.

<Dateiname>

Name der Datei im passiven Filesystem, in der der angegebene Satz bzw. die angegebenen Daten angefügt werden sollen.

<Satz/Daten>

Satz bzw. Daten, die in der angegebenen Datei angefügt werden sollen.


Typische Anwendung des WRITE-Befehls

Während des Ausführens des NC-Programms wird im Programm mit CYCLE978 eine Einpunkt-Messung durchgeführt. Der Soll- und Istwert der Messung sollen im aktuellen Beispiel in eine Protokolldatei "PROTOKOLL.MPF" geschrieben werden. Dazu muss im NC-Programm nach dem Aufruf des Messzyklus die Ausgabe in die Protokolldatei programmiert werden.

   DEF INT _ERROR
   G17 G54 G90
   T="3D_TASTER"
   M6
   G0 X23 Y0
   G0 Z5
   CYCLE978(100,10008,,1,0,20,5,3,2,1,"",,0,1.01,1.01,-1.01,0.34,1,0,,1,1)
   WRITE(_ERROR,"_N_LOG","SETPOINT Z="<<_OVR[3])
   WRITE(_ERROR,"_N_LOG","ACTUAL VALUE Z="<<_OVR[7])
   WRITE(_ERROR,"_N_LOG","DIFFERENCE="<<_OVR[19])
   M30

Explanation of the programming example

NC-Code

Beschreibung

DEF INT_ERROR

Definition der Fehlervariablen

G17 G54 G90

Ausgangspunkt

T="3D_PROBE"

Auswahl des Messtasters

M6

Einwechseln des 3D-Messtasters

G0 X23 Y0
G0 Z5

Anfangspunkt der Messung

CYCLE978(100,10008,,1,0,20,5,3,2,1,"",,0,1.01,1.01,-
1.01,0.34,1,0,,1,1)

Messvorgang

WRITE(_ERROR,"_N_LOG","SETPOINT Z="<<_OVR[3])

Schreiben von Sollwert in Protokolldatei

WRITE(_ERROR,"_N_LOG","ACTUAL VALUE Z="<<_OVR[7])

Schreiben von Istwert in Protokolldatei

WRITE(_ERROR,"_N_LOG","DIFFERENCE="<<_OVR[19])

Schreiben der Differenz zwischen Ist- und Sollwert in Protokolldatei

OVR[3])

Offsetvektor l1$TC_CARR3[n] Z-Anteil

OVR[7])

Rundachsvektor V1$TC_CARR7[n] X-Anteil

OVR[19])

Offsetvektor l14$TC_CARR19[n] Y-Anteil

M30

Programmende

Nach „Anwahl“ und Abarbeiten des Ablaufprogramms durch Betätigen des „CYCLE START“-Knopfes wurde die Protokolldatei (PROTOKOLL.MPF) im selben Ordner automatisch erstellt. Die Protokolldatei hat folgenden Inhalt:

   SETPOINT Z=0
   ACTUAL VALUE Z=0.01300811768
   DIFFERENCE=0.01300811768


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