SINAMICS DCM Control Module

Das skalierbare Antriebssystem für Retrofit-Anwendungen

Allgemeine Beschreibung

Das SINAMICS DC MASTER Control Module bietet für Umrüstungen und Modernisierungen von bestehenden Gleichstromantrieben die passende Lösung. Im Gegensatz zum SINAMICS DC MASTER DC Converter, der aus Steuerung, Regelung und Leistungsteil besteht, wird das Control Module vor allem dann eingesetzt, wenn im Zuge einer Modernisierung der Leistungsteil der vorhandenen Anlage erhalten bleibt. Seinem Vorgänger dem SIMOREG CM steht das SINAMICS DC MASTER Control Module in punkto Qualität, Zuverlässigkeit und Funktionalität in nichts nach und bietet gerade im Bereich der Funktionalitäten neue Features aus dem Spektrum des SINAMICS DC MASTER.
In der Gleichstromtechnik existieren viele Anlagen, die in ihrer derzeitigen Ausführung nicht mehr an moderne Automatisierungssysteme angebunden werden können. Beim Um- oder Hochrüsten dieser Anlagen werden Motor, Mechanik und Leistungsteil in der Anlage belassen und der Regelungsteil durch das Control Module ersetzt. Dadurch erhält man äußerst kostengünstig einen modernen Gleichstromantrieb mit dem vollen Funktionsumfang der bewährten volldigitalisierten Geräte der Reihe SINAMICS DC MASTER.
Die flexible Gestaltung sowie zusätzlich erhältliche vorkonfektionierte Kabelsätze und Montageteile erleichtern die Integration in bestehende Anlagen. Die Anpassung an die Konfiguration und an die Leistungsdaten der vorhandenen Komponenten erfolgt durch einfache Parametrierung.
Das SINAMICS DC MASTER Control Module zeichnet sich durch einen kompakten, raumsparenden Aufbau aus und dies obwohl bereits ein Feldleistungsteil enthalten ist. Um die in der Anlage vorhandenen Einbaumöglichkeiten optimal nutzen zu können, ist das SINAMICS DC MASTER Control Module in der Tiefe teilbar.

SINAMICS DCM Control Module

Technische Daten im Überblick

Kurzübersicht

Anschlussmöglichkeit für folgende Bemessungsanschlussspannungen des Ankerkreises Leistungsteiles:

3 AC 50 / 125 / 250 / 575 / 1000 V

Bemessungsanschlussspannung Elektronikversorgung:

DC 24 V (DC 18 bis 30 V); In = 5 A

Bemessungsanschlussspannung Feld:
(Die Anschlussspannung kann unter der Bemessungsanschlussspannung liegen, der tatsächliche Nennwert ist parametrierbar. Das gilt sowohl für den Ankerkreis als auch für den Feldkreis.)

2 AC 480 V (+10 / -20 %)

Bemessungsfrequenz:

45 bis 65 Hz

Bemessungsgleichspannung Feld:

max. 390 V

Bemessungsgleichstrom Feld:

40 A

Lager- und Transporttemperatur:

-40 bis +70 °C


Besondere Eigenschaften

  • Varianz der Control Units

  • Elektronikstromversorgung DC 24 V

  • Integriertes Feldleistungsteil

  • Freie Funktionsblöcke im Standard integriert und Drive Control Chart

  • Erweiterung der Funktionalität durch SINAMICS-Komponenten

  • Kompakter Aufbau und in der Tiefe teilbar

  • Lackierte Baugruppen

  • Großer Temperaturbereich

  • PROFIBUS als Standard, PROFINET optional
    Dabei sind geeignete Schutzmaßnahmen (u.a. IT-Security, z.B. Netzwerksegmentierung) zu ergreifen, um einen sicheren Betrieb der Anlage zu gewährleisten. Weitere Informationen zum Thema Industrial Security finden Sie im Internet unter www.siemens.de/industrialsecurity.


Kundennutzen

Motor, Mechanik und das Leistungsteil bleiben bestehen, lediglich das Regelungsteil wird durch das SINAMICS DC MASTER Control Module ersetzt. Dabei ist der volle Funktionsumfang der Gerätereihe SINAMICS DC MASTER nutzbar und man erhält äußerst kostengünstig einen modernen Gleichstromantrieb der in das TIA-Konzept der Anlage integriert werden kann und durch Verwendung eines Advanced Operator Panel AOP30 ergibt sich eine preiswerte Alternative zu Schaltschrankmessgeräten.
So bringen Sie Schwung in alte Anlagen - und haben eine effiziente Retrofit-Lösung.

Typische Einsatzgebiete und Anwendungen

Hauptanwendungsbereich für das SINAMICS DC MASTER Control Module ist die Umrüstung und Modernisierung von Gleichstromantrieben in bestehenden Anlagen, vor allem bei Antrieben mit großer Leistung.
In der Gleichstromtechnik existieren viele ältere Anlagen, die noch in Analogtechnik ausgeführt sind, bei denen die Anbindung an ein modernes Automatisierungssystem nicht oder nur mit sehr großem Aufwand möglich ist.
Systeme, bei denen es Schwierigkeiten mit der Verfügbarkeit von Ersatzteilen gibt.