FLENDER Getriebe für Trockenzylinder

Beschreibung

Die Trockenpartie ist der kostenaufwändigste Teil einer Papier- bzw. Kartonmaschine (bis zu 65 % der Energiekosten einer Papiermaschine fallen hier an). In der Trockenpartie wird die restliche Feuchtigkeit der Papierbahn – Wassergehalt der Papierbahn nach Durchlaufen der Pressenpartie ca. 50 % bis 65 % – verdampft. Je nach Größe und Geschwindigkeit der Papier- bzw. Kartonmaschine können in der Trockenpartie bis zu 100 Trockenzylinder vorhanden sein.

Bei den Antrieben in der Trockengruppe unterscheidet man zwischen Filzleitwalzenantrieben und direkt angetriebenen Trockenzylindern.

Bei Filzleitwalzenantrieben (Silent Drives) werden Standard-Antriebskomponenten wie FLENDER Stirnrad- bzw. Kegelstirnradgetriebe verwendet.

Bei direkt angetriebenen Trockenzylindern unterscheidet man Trockenzylinderaufsteckgetriebe und -fußgetriebe (Zylinderlagerung in Getriebe integriert). Meist werden die Aufsteckgetriebe eingesetzt. Sie werden auf den Zylinderzapfen aufgesteckt. Durch den hohlgebohrten Zylinderzapfen wird der für die Trocknung benötigte Dampf mit Temperaturen von ca. 120 °C bis 180 °C dem Zylinder zugeführt.

Schon seit den 50er Jahren werden Papiermaschinen mit FLENDER Trockenzylinderaufsteck- getrieben ausgerüstet. Die Getriebe sind so variabel ausgeführt, dass die verschiedensten Antriebsprobleme in diesem Bereich gelöst werden können. FLENDER Trockenzylinder- aufsteckgetriebe gibt es als Einzelaufsteckgetriebe und als Gruppenantriebe. Gruppenantriebe mit zwei bis acht untereinander verbundenen Trockenzylinderaufsteckgetrieben sind sowohl für Slalomantrieb als auch für Ober- und Untersiebführung lieferbar. Der Hohlwellen-Bohrungsdurchmesser kann bis 220 mm betragen.

Vorteile

  • Wartungsfreie Labyrinthabdichtungen

  • Notlaufeigenschaften bei Ausfall der Ölschmieranlage

  • Hohlwellendurchmesser bis 220 mm

  • Axialkräfte aus dem Dampfkopf bis 12.500 Nm können vom Getriebe aufgenommen werden.


Einsatzgebiete

  • Trockenpartie